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Urbane Wildnis ist ein ökologischer und gleichzeitig kultureller Begriff. Ökologisch bezeichnet Wildnis ein Gebiet, das seinen ursprünglichen Charakter bewahrt hat und eine weitgehend ungestörte Lebensraumdynamik und biologische Vielfalt aufweist. Demnach sind Wildnis-Gebiete in Städten oft unerlässlich für seltene Flora und Fauna, deren Lebensräume durch urbane und landwirtschaftliche Transformation der Landschaften verloren gegangen sind. Schutz, Pflege und Management dieser Gebiete dienen dazu, ihren ursprünglichen ökologischen Charakter zu erhalten, somit sind die Orte oft nicht komplett sich selbst überlassen, sondern werden künstlich in einem gewünschtem Entwicklungsstadium erhalten. In der zunehmenden Popularität von Wildnis-Ästhetik in Städtischen grünen Freiräumen findet die Sehnsucht modernen Menschen nach ungestörter Natur und nachhaltigeren Lebensweisen ihren Ausdruck. Landschaftsarchitekten reagieren darauf im Spannungsfeld von Gestaltung und Pflege mit entworfenen Naturbilder die der Wildnis ähneln. Die Weitgehend ungestörte natürliche Eigenentwicklung wird entwerferisch zugespitzt und überhöht oder es werden neue Naturbilder geschaffen. Der Charakter solcher Landschaften vermittelt das Gefühl von Freiheit und Rückzug vom geregelten städtischen Leben und emotionalen Zugang zur Ursprünglichkeit der Natur.
Landschaftssystem Landschaftsraum Landschaftsdetail Abiotische Faktoren Biotische Faktoren– Vegetation und Fauna Natürliche Veränderungsprozesse und Dynamiken Bewirtschaftung und Pflege Nutzung und Aneignung Steuerung und Kontrolle Geschichtliche Transformationen Herausforderungen der Zukunft Zukunftsszenario
Cap de Creus, Katalonien
Kleine Wildnis Osdorf, Hamburg
Naturschutzgebiet Wittmoor, Hamburg
Nordbahnhof, Berlin